Einer geht schon, einer geht schon raus …

So funkt der Buschfunk aus dem Dschungel. Und es sei nicht der ältere Herr mit der Sing-Heul-Wechselstörung, sondern jemand anderes. Wahrscheinlich ein Raucher, denn: es ist so öde im Dschungel, dass RTL jetzt die Kippen konfisziert hat, um Emotionen zu provozieren. Oder aber mein Lieblingstweet des Tages hat recht?

 

Jedenfalls: es ist schwer über den Dschungel zu schreiben – nur nur, weil ich versucht habe, mir den Finger zu amputieren (ein sogenannter Käsegierunfall) – sonder vor allem, weil einfach nichts los ist.

Status:
Maggiedingens zetert rum und gedönst und zetert und muss die Prüfungen machen. Ist aber mehr nervig als unterhaltsam.

Ansgar sind die Ratten ausgegangen aber zum Glück ist noch keiner der Damen der Mops geplatzt, so dass er noch was zu kucken hat.

Jenny heult sich die Minderwertigkeitskomplexe aus dem Leib …

… und Ochsenknechts Natascha motivationscoacht sich von Liege zu Liege, so dass man glauben mag, sie hätte sich nur ins Camp geschmuggelt, um als Geheimagentin einer neuen Medienagentur die Verträge für den neuen Dschungelkönig* abzugreifen. Zumindest ahnt man, wie es ihren Kinderchen daheim ergeht: „Ich bring dich ganz groß raus!“

Aber ansonsten? Selbst das Lästern ist harmloser als ein durchschnittlicher Elternabend. Prüfungen werden mit solch abgeklärter Professionalität erledigt (bloß keine lebenden Tiere! sonst verkauft sich das Kinderbuch nicht!), dass man schon ganz trübsinnig wird und die Frühjahrsdepression vorverlegt. Und wie gesagt: wenn die nicht die Kippen gesperrt hätten, wäre das emotionalste Ereignis gewesen, Tina York beim Gesichtsrestaurieren zuzusehen.

Erwartungshaltung für heute Abend: RTL reaktiviert Larissa Marolt – und gibt ihr ne Stange Zigaretten mit, die sie ganz alleine rauchen darf. Daraufhin eskaliert Ansgar und schupst Kattia. Kattia benutzt ihrer Superkraft *Nervstimme* und treibt Daniele dazu, sich ein paar Blätter zu drehen und zu rauchen. Und Guliana nutzt den Trubel und haut dem Bacherlorettenprinzen so eine über die Rübe, wie er es verdient hat.

Und zwar für seine Einlassungen, dass Guliana gefälligst gleich beim ersten Date darauf hinzuweisen habe, dass sie bei ihrer Geburt als Junge vermerkt wurde. Alles andere sei Betrug und er würde ja was mit ihr machen, aber eben was ‚anderes‘.

Das zeigt a) dass er seine Bacherlorette echt verdient hatte und b) dass diese bescheuerten Ansichten darüber, was eine Frau ist und zu sein hat und sein darf, noch längst nicht so tot sind, wie sie sein sollten. Und da sage einer, so ein Camp hätte keinen Bildungsauftrag.

 

 

*bzw. Königin, logisch

Gruppenzwang, Gruppenhang, Gruppenöd

Naja, aller Anfang ist schwer.

Und natürlich sind sich „sehr lieb habende“ Tierchen – ob nun Ratten oder Kröten – nur schwer zu toppen. U.a. weil die kein Botox in der Schnauze haben.

Trevor, der Dschungelfrosch, war letztes Jahr der Sieger meines knuddeligen Herzens, dieses Jahr wird es bestimmt ne Ratte. Hoffentlich hat RTL die bereits abgerichtet – erst beißt sie Ansgar aus Rache, später kuschelt sie Daniele in den Schlaf und dann gewinnt sie den Schönheitswettbewerb gegen – ach, gegen alle.

Am Anfang ist halt Gruppe und Gruppendynamik. Er sortiert sich. Alpha, Beta, Omega. Und interessant daran ist …  dieses Jahr nicht allzu viel, weil so richtige Krawallhansel nicht dabei sind. Da braucht es noch bisschen mehr Dschungel und Langeweile und Ödnis und Hunger. Bisher heulen alle so vor sich hin und spulen ihr mitgebrachtes Programm ab.

Wobei ich durchaus glaube, dass viele der ‚Prominenten‘  reichlich Gülle und Hölle gesehen haben – und die Mitleidlosigkeit des Dschungels, sowohl derer, die am Feuer miserabel Anteilnahme spielen, als auch der Cutter, als auch des Publikums (also ich) vielleicht etwas wäre, worüber man sinnen müsste. Zumindest sei an dieser Stelle ein großes Kompliment an Giulianas Eltern fällig, denn ganz offenbar haben sie ihr Kind mit viel Liebe, Selbst- und Urvertrauen aufgezogen. Nicht, dass das Mädel die hellste Leuchte unter der Sonne ist, aber mei, nett ist sie schon, hübsch ist sie und sie nimmt den Bachlorettenprinzen mit seinem „Ey, wie is’n das jetzt da bei dir untem rum? So innen und außen?“-Befragungsanfall herrlich leicht und gelassen. Ich wär ja direkt wieder brummig geworden.

So. Jedenfalls muss der Maggidingens jetzt wieder in die Prüfung. Und hier eine schöne Studie über Selbst- und Fremdwahrnehmung:

Maggi: Boah, die wählen mich, weil ich so ein sensibler, emotionaler Schwuler bin.

Publikum: Boah, du warst arschig zu Jenny, übertreibst mit dem Ego und außerdem siehst du in dem Mais-Bade-Ding hinreißend aus. Dich nehmen wir.

*

Ansonsten noch berichtenswert (außer dass die Ratten diesmal alle wirklich extrem süß sind): Rattenschupser Ansgar war baden. In diesem Tümpel da. Mit allen ‚Mädels‘. Oder fast allen? Keine Ahnung ob Tina da nun bei war – wenn ja, hat man sie hinter all den Silikonbrüsten jedenfalls nicht gesehen.

Ansgar, der extra nochmal darauf hinwies, dass Männer schon mal, also so bei Gelegentheit, aus Versehen, höhö, also in nem Interview oder so, ganz gern drauf hinweisen, dass sie hübsche Mädels nicht unbedingt reden hören müssen, haha, war ja nicht so gemeint – also Ansgar, der Rattenschupser, im Pool. Und ein wenig Sorge hatte ich schon, dass er die Silikonimplantae ähnlich rüde rumschiebt, wie die kleinen Rättchen am Anfang.

War aber nicht. Er stand halt im Wasser, mit diesem Blick, den Männer beim Anblick von Silikon eben haben. Im Baumarkt, meine ich. Wahrscheinlich hat er sich gedacht: „Watt könnt ich da meine Fugen mit spachteln, Junge, Junge.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da sind sie wieder …

Die patente Mutti, der etwas ekelige und moppelige ältere Herr, die bisschen dusseligen Bikinischönheiten, die bisschen berechnenden Ex-Bikinischönheiten mit Facelift, der einfach strukturierte Bub, der hübsche Bub, die Omi, um die man sich etwas Sorgen macht (die kommt aber noch groß raus, wenn sie ausgeschlafen hat), der Ex-Sportler mit Tendenz zum Oberlehrer …

Man muss schon sagen, wie das Casting immer schafft, diese Rollen zu besetzten, so dass man praktisch gar keinen Unterschied merkt: hinreißend.

Jedenfalls gibt es offenbar zwei Sorten Menschen: die einen, denen klar ist, dass sie gleich in den Dschungel müssen und schon Mal das nötigste rasieren bzw. Kaffee trinken, je nachdem, was halt wichtig ist – und die, die völlig überrascht im Schlüppi in der Tür stehen und erschrocken ihre Schuhe/Angehörigen/den Kamm suchen.

Von letzteren gibt es mehr. Sieht nicht gut aus für die Menschheit, wenn man das als Stichprobe sieht.

Pro: die Truppe ist zäh – da wird aus Flugzeugen gehopst, das Boot gepaddelt (danke, RTL, aber ihr habt den Söder vergessen), sich von der Planke gestürzt und all das ohne großes Tara. Gegessen und getrunken wird auch, Fischabfällebäder genommen, mit Ratten geschlafen.

Kontra: Gar nicht so einfach die Truppe in Richtung Grenzerfahrung zu treiben. Vielleicht direkt die Zigaretten verstecken? Und Rattenschupser-Ansgar meckert immerhin schon am zweiten Abend über das Essen. Potential!

Pro: Alles wie gehabt.

Kontra: Noch kein echter Sympath in Sicht – und Unsympath auch nicht.

Fazit: die Ratten sind bisher das Niedlichste im Dschungel. Und es geht ja grad erst los – ich bin guter Hoffnung, dass Rattenschupser-Ansgar noch jemanden das Longboard über den Kopp zieht.

Bleiben Sie dran.