Das Drama beginnt

Sie kommen aus elenden Verhältnissen, desaströsen finanziellen Situationen. Sie haben keine Zukunft, keine Perspektive. Sie müssen aufbrechen in eine andere, fremde Welt – allein und begleitet nur von der Hoffnung dort ein neues, besseres Leben beginnen zu können.

Kurz: Dschungelcamp.

Wäre es nicht schön, wenn man diesmal mit einem Böötchen übersetzen würde und dann steht da der Seehofer und sagt: „Tja, tut mir leid, neue Obergrenze. Zwei müssen direkt wieder zurück.“

Oder der Söder. Der Söder teilt im Camp erst Mal die Formulare für den Integrationskurs aus. In Landessprache.

Aber auf so was kommt die CDU ja wieder nicht.

Stattdessen gibt es mehr Sitzmöglichkeiten, heißt es, und neue T-Shirts. Aber auch das kann eine Prüfung sein. Warten wir es ab.

Dschungelcamp. Der Reiz der Sendung bestand ursprünglich darin, dass Menschen mit Medienerfahrung, Routine, Wissen ‚wie es geht‘ und geübter Außenfassade innerhalb kurzer Zeit in einer Ausnahmesituation begannen sich zu benehmen, wie Menschen sich eben benehmen. Manchmal nicht sehr nett, nicht sehr klug und durchaus ‚menschlich‘. Dieses Wegbrechen der Fassade – das weder geplant, noch gewollt, noch egal war – gepaart mit bittersüßer Schadenfreude, der man mit relativ wenig schlechten Gewissen frönen konnte (immerhin waren es Medienprofis, die ihre eigene Medizin zu schmecken bekamen) das hatte was.

Inzwischen ist es leider so, dass Trash-Format-Erfahrung als Qualifikation für das Trash-Format Dschungel genügt. Also ein Großteil der Besatzung aus Leuten besteht, denen eh nix peinlich ist und eh alles egal. Hauptsache Geld. Und Aufmerksamkeit.

Von daher ist es eher die Tradition, die mich dazu bewegt, den Fernseher zu okkupieren.

Prognose: Es wird viel gesessen und wenig gegessen.

Immerhin besteht die Chance, dass bei dem Ausmaß an Schönheitschirugiegrenzwerten in Gesichtern und Körpern es diesmal die Kakerlaken sind, die schreiend die Badewanne verlassen.

Normalerweise stellt man zuerst die Kandidaten vor, aber: die kennt man eh nicht und wenn man sie kennt, dann für so Zeug wie ‚die Mutter vom Jimmy Blue‘ oder ‚die Schwester von Mary Ross‘. Böh, böh, böh.

Dschungelcamp 2018

Das Schreibjahr beginnt mit dem Dschungelcamp.

Eigentlich.

Auf meinem Blog.

Eigentlich.

Aber da 2017 mit größeren Verlusten einher ging, zu denen auch die Gefangennahme meines Blogs durch den Host gehört – warum und weshalb kann man a) kaum erklären und b) ist es auch unwichtig – bleibt mir nun nichts anderes übrig, das Schreibjahr entweder mit ernsthafter Arbeit zu beginnen. Oder. Oder: meine Autorenwebseite komplett umzubauen und das Bloggen hierher zu verlegen.

Jetzt kann man natürlich die Frage stellen, wieso ein seriöser Autor nun bitte seine ganze Webseite umbauen muss, nur damit er einen Raum hat, um über das Trash-Format Dschungelcamp zu salbadern. Nun, zum einen bin ich kein seriöser Autor und zum anderen: es ist das Dschungelcamp.

Das DSCHUNGELCAMP!

Was muss, das muss.

Beginnen wir also.